Haushalt 2013

Sehr geehrte Damen! Sehr geehrte Herren!

Der Kopf der Verwaltung, der Bürgermeister, hat die Aufgabe, am Ende eines jeden Jahres einen genehmigungsfähigen Haushalt im Entwurf vorzulegen. Damit stellt der Herr Bürgermeister entscheidende Weichen für die Zukunft.

Damit sollte er auch seine Vorstellungen über die Entwicklung Marls aufzeigen, sollte seine Ideen vorstellen, auf die Chancen hinweisen, die das Marl von Morgen lebenswerter und liebenswerter machen. Er sollte aufzeigen, welche neuen Möglichkeiten er erarbeitet hat, die Wirtschaft zu stärken.
Leider haben wir zu diesen beiden Punkten nichts interessantes, nichts Neues hören dürfen.
ISEK 2025 ist ohne jedes Leben, nach zwei Jahren nichts mehr als Worthülsen. Keine klaren Ideen, um am Markt einen Standort mit Zukunftsaussichten zu schaffen. In der Wirtschaft ist es für den Erfolg wichtig einen klaren Vorsprung vor den Mitbewerbern zu besitzen.

Die Chance Marl und seine Gewerbegebiete zu anerkannten Plätzen für die Lösung von Umweltproblemen zu machen, haben nicht nur die Genossen, morgen vor genau 30 Jahren, am 14.12.82, nicht erkannt. Im Rückblick ein riesiger Fehler.
Mein entsprechender Antrag wurde von allen gegen meine JA-Stimme abgelehnt.
Auf der Frontseite der Marler Zeitung stand am 11.09.12, Ausgabe Nr. 212: Berlin: Umweltbereich als Job-Motor . Die Zahl der Arbeitsplätze im Bereich der Umwelttechnologien könnte in Deutschland bis zum Jahr 2025 von 1,4 Millionen auf 2,4 Millionen steigen. Zu diesem Ergebnis kommt der an Bundesumweltminister
Peter Altmaier (CDU) übergebene dritte Umwelttechnologie-Atlas der Unternehmensberatung Roland Berger. „Die grüne Technologie ist eine Wachstumstechnologie“, betonte Bundesminister Altmaier.
Diese einmalige Chance haben in Marl SPD & CDU bereits vor 30 Jahren verpennt.
Was durften wir zur nachhaltigen Lösung der Finanzkrise hören?
Nichts.
Keine Vorstellungen wie wir den schlimmsten Klotz am Bein der Zukunft unserer Kinder entfernen könnten.
Die Schulden sind in Insolvenzhöhe. Die Stadt ist bankrott,
Wo ist Ihr Plan, Herr Bürgermeister? Sie sind doch anerkannter Finanzexperte.
Denn die Mehrheit des Rates hat Sie doch zum Finanzexperten berufen und in einige Kontrollgremien gewählt. Auch bei der Sparkasse Vest werden Sie viel zu hoch für Ihre Arbeit in Kontrollgremien bezahlt. Der Marler Zeitung, Herrn Wallkötter, sei für die Veröffentlichung der Zahlen gedankt.

Nach drei Jahren Ihrer Amtszeit können wir im Haushalt
keine von Ihnen erarbeiten Vorschläge für die Lösung
dieses über 20 Jahre alten Problems erkennen.
Die Weisen des Ältestenrates haben den 10 Minuten-Wunsch geäußert, wir sollen uns alle kurz fassen.
Das wollen wir tun, deshalb einen letzten Satz.
Herr Bürgermeister, Sie sind ein netter, ein unterhaltsamer Mensch, keine Frage. Aber, Sie haben einen falschen Beruf ergriffen, denn Sie sind mit den hier an Sie gestellten Aufgaben völlig überfordert.

Deshalb unsere Forderung an Sie:
Treten Sie zurück.
Machen Sie Ihren Platz frei für mehr Kompetenz.

Danke für Ihre Aufmerksamkeit.