1. Was werden Sie in Marl zuerst ändern?

Die Finanzlage.
Die nutzlose Vernichtung von Steuergeldern werde ich stoppen.
Ein Grundsatz meines Lebens ist wirtschaftliches Handeln.
Millionen in die gebrechliche Konstruktion der Türme des Rathauses
zu stecken, das ist grob fahrlässige Geldverschwendung.

2. Marl hat den Klimanotstand ausgerufen: Was wollen Sie für Klima- und Naturschutz tun?

Als Kind pflanzte ich meinen ersten Baum.
Vor 20 Jahren protestierte ich im Rat, als ein "listiger" Bauunternehmer wegen eines Baumes weniger zahlen sollte *!! *
Der Jahn-Wald mitten in Hüls muss leben, das ist Klima-, Tier- und Menschenschutz.
Seit Jahren sammle ich die Hälfte „meines“ Regens in Fässern für den Transport in Gießkannen zu Bäumen.
Nur die ausgeglichene Natur schützt Leben.
Die mit der Erde verbundenen Pflanzen und Bäume sorgen für gute Luft.
Jedes neue Haus muss von eigenen Bäumen versorgt werden.
Auch in der Industrie muss Naturschutz Pflichtausgabe sein.

3. Rathaussanierung und Gewerbesteuerausfälle reißen tiefe Löcher in die Haushaltskasse – wie wollen Sie Marl wieder finanziell handlungsfähig machen?

Diese Löcher sind kaum zu stopfen.
Die Steuereinnahmen werden durch Corona bedingt mindestens im nächsten Jahrzehnt erheblich (beängstigend) fallen.
Deshalb müssen Investitionen nur notwendende Infrastrukturen bessern.
Andere Investitionen sind zu unterlassen.

4. Die Pendlerstadt Marl soll Logistikstadt werden. Wie wollen Sie Anwohner vor mehr Verkehr und Lärm schützen?

Das war im Voraus zu erkennen. Dieser Wandel vom Standort AV zu Logistik ist unpassend, schafft kaum Arbeitsplätze.
Gesunde Umwelt in Hamm und Sickingmühle wurde geopfert.
Für Lärm, Abgase und geringere Steuereinnahmen.

5. Kita-Plätze sind knapp, die Digitalisierung hinkt hinterher – wie kann Marl Kindergärten/Schulen zukunftsfähig machen?

Man kann Geld nur einmal ausgeben, entweder für Prestigeobjekte oder die Zukunft unserer Kinder.
Wir sind für die Ausstattung der Schulen mit Digitaler Technik, damit unser Nachwuchs eine Zukunft hat.
Kindergärten und Schulen sind für alle Marler wesentlich wichtiger als ein Uni Standort.


Friedrich H. Dechert